Solln

Stadtteil-Style / Solln

Auf unterhaltsame, manches Mal bissige, aber stets sehr treffende Art und Weise sinniert Niki Pförringer in seinen Kolumnen für die Stadtteil News über die Münchner Lebensart. Dabei wird klar: München ist nicht gleich München. Sicher, die drei Münchner Grundtugenden „Geschäftigkeit, Gemütlichkeit und Grantlertum“ geben den Takt vor. Doch darüberhinaus haben alle Viertel ihre Eigenarten, unterscheiden sich in feinen, jedoch recht deutlichen Nuancen. Jedem Stadtteil ist also ein unverkennbarer Stil zueigen, der sich mühelos in einen Wohnstil übersetzen lässt. Wir baten die Neuen Werkstätten um ihre Interpretation …

 

ALLTAGSTAUGLICH UNPRÄTENTIÖS

Solln – gemütlich und bodenständig, grün und idyllisch. Wer keinen Logenplatz im Herzogpark oder einer anderen grünen Innestadt-Lage ergattern konnte – oder schlichtweg in Reichweite der Berge wohnen möchte, den zieht es wohl früher oder später in den Münchner Süden. Hier – direkt an den Isarauen, mit allen Vorzügen einer städtischen Infrastruktur – lebt es sich dann doch ein paar Atemzüge gelassener als im Trubel der Innenstadt.

Dass sich die Grundstückspreise hier keineswegs ländlich gestalten, sieht man den Straßenzügen in der Villenkolonie oder entlang des Isarhochufers durchaus an. Doch die Villen hier lassen sich nur schwer mit  Alt-Bogenhausener oder Nymphenburger Repräsentanzen vergleichen. Hier wird gelebt. Mit Kindern, mit Hund und mit Radl-Ausflügen an einen der vielen nahegelegenen Seen.

Folglich sollte die Einrichtung alltagstauglich sein – allerdings ohne dabei zu sehr an Stil/Ästhetik/Klasse einbüßen zu müssen! Die Neuen Werkstätten wählen dafür elegante und gleichzeitig robuste Möbel, wie das Sofa Jaan Living (Walter Knoll) oder den Tisch Bigfoot (E15). Letzterer verströmt eine mediterran-rustikale Note, wodurch die moderne Strenge der Einrichtung wirkungsvoll aufgebrochen wird. Dieses Wechselspiel setzt sich auch in Materialität und Farbgebung fort: ein sattes, leuchtendes Himmelblau belebt in spektakulärer Weise die natürliche, gedeckte Farbpalette, die den Stil der Neuen Werkstätten prägt. Die grobe Struktur und die natürlichen, roughen Muster der hochwertigen Wand- und Bodenbeläge sind weitestgehend unempfindlich gegenüber Krümelmonstern und Gartenschuhen. Elegante Wandstrahler von Occhio sowie insbesondere Bocci‘s 28 Cluster bilden wiederum das nötige mondäne Gegengewicht zu jener Natürlichkeit.

So ergibt sich für die typische Sollner Familienvilla ein unprätentiöses, gleichzeitig selbstbewusst-modernes Interior-Design, in welchem ungeniert gelebt werden darf.

Ein Beitrag von Verena Schindler, Marketing Duken & v. Wangenheim