Kolumne

Wie sich der Münchner zum Narren hält

Mit Konfettiregen, Kostüm und Krapfen durch die Altstadt stapfen…

Nein. Mit fünf Jahreszeiten gibt sich der Münchner nicht zufrieden. Wenn am elften elften um elf Uhr elf im Rest der Bundesrepublik die Tröten erklingen, befindet sich München noch im Post-Koma seiner fünften Jahreszeit – der Wiesn. Daher braucht es hierzulande noch eine „sechste Jahreszeit“ und die beginnt in diesem Jahr am 26. Februar.

Für drei Tage ziehen dann begeisterte Faschingsnarren durch die Fußgängerzone. Mit Kind und Kegel, Kostüm und Wagen geht es vom Stachus zum Viktualienmarkt. Dort findet das närrische Treiben am Faschingsdienstag, den 28. Februar, zu seinem Höhepunkt. Die Rede ist – richtig – vom „Tanz der Marktweiber“.

Mitten im Herzen Münchens am Viktualienmarkt drücken sie durch ihre Gewänder aus, welche Waren sie im Alltag an ihren Marktständen verkaufen. So nehmen die Kostüme einzelner Händlerinnen schon einmal die Form von Gemüse, Obst oder Brezn an. Seinerzeit geschah dies noch um die Verkaufsstände herum. Doch seit nun drei Jahrzehnten treten die Marktweiber als Gruppe auf der Bühne zu einem Musikmix aus aktueller und Schlagermusik auf. Kaum ein Faschingsbegeisterter oder gebürtiger Münchner will sich dieses bunte Treiben entgehen lassen. Oberbürgermeister Dieter Reiter und viele mehr werden vor Ort sein und zum Publikum sprechen, um anschließend gespannt die vier Monate lang vorbereitete Tanzchoreographie zu verfolgen.

Ein Beitrag von Kilian Tudor, Verkauf Duken & v. Wangenheim

Comments (0)

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *