Bogenhausen

In Bogenhausen ist die Welt zuhause

Staatsministerin Dr. Beate Merk hat während der parlamentarischen Sitzungswochen ihre Münchner Basis in Bogenhausen. Für die Stadtteil News beleuchtet sie das besondere internationale Flair dieses Stadtteils, in dem zahlreiche konsularische Vertretungen ihren Sitz haben.

Bogenhausen ist für mich nicht nur einer der vielseitigsten Stadtteile in München, sondern vielleicht auch der internationalste. Schließlich ist der Stadtteil mit seinen zahlreichen konsularischen Vertretungen quasi Münchens Diplomatenviertel. Damit kann Bogenhausen neben seinem liebenswerten dörflichen Kern, seinen villengesäumten Straßen, seinen ausgedehnten Grünflächen, Büro- und Firmenkomplexen mit einer weiteren Besonderheit aufwarten, welche die Anziehungskraft Bayerns und Münchens widerspiegelt. Ich erlebe es täglich in meiner Arbeit: Unser Land ist ein begehrter Partner in der Welt.

Staatsministerin Dr. Merk

Zu meinen Aufgaben als Ministerin für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen zählt auch die Pflege der Kontakte zum Konsularischen Korps. Ich könnte mir kein spannenderes und vielseitigeres Aufgabenfeld vorstellen, schließlich vereint München in Deutschland die meisten Konsulate an einem Standort: 120 Staaten sind derzeit bei uns vertreten, darunter 44 berufs- sowie 76 honorarkonsularische Vertretungen, die meisten davon in der Landeshauptstadt München und besonders viele in Bogenhausen. Spaziert man etwa durch die Möhlstraße, passiert man nacheinander die Generalkonsulate Italiens, Großbritanniens und Griechenlands. In der benachbarten Maria-Theresia-Straße haben das Generalkonsulat der Russischen Föderation sowie die Honorarkonsulate der Republik Finnland und der Republik Indonesien ihren Sitz. Einige Straßen weiter östlich, in der Röntgenstraße und am Böhmerwaldplatz, liegen die Generalkonsulate Polens und Serbiens. Und weiter nördlich, im Umkreis von Effnerstraße und Oberföhringer Straße, haben Österreich, Kroatien, Rumänien, Irland, Iran, Kasachstan, Spanien, Bolivien und die Vereinigten Arabischen Emirate ihre konsularischen Vertretungen, noch weiter östlich in der Vollmannstraße die Länder Ungarn und Slowakei.

Die Konsulate mit ihren Mitarbeitern bereichern nicht nur das Stadtbild und das öffentliche Leben in München, sie öffnen auch Türen zu unseren Partnern weltweit. Sie vermitteln Informationen, fördern Begegnungen und ebnen den Weg für die Zusammenarbeit auf vielerlei Ebenen. Wir freuen uns über die kurzen Wege, die wir dank der Konsulate zu anderen Staaten haben. Im engen Austausch haben wir den Finger am Puls unserer Partner – und falls nötig, auch einen schnellen Draht. Denn persönliche Kontakte und gegenseitiges Vertrauen sind durch nichts zu ersetzen. Bayern setzt seinen Ehrgeiz daran, ein guter Gastgeber für die Welt sein. Weltoffen und zugleich heimatverbunden, das ist das Lebensgefühl vieler Menschen in der Landeshauptstadt. Das spüren auch die oft von weither „Zugereisten“. Sie finden hier schnell eine zweite Heimat.

Ein besonderes Highlight in München ist die „Lange Nacht der Konsulate“. Sie wurde auf Initiative des Konsularischen Korps ins Leben gerufen und steht unter meiner Schirmherrschaft. Zwei Mal bereits öffneten Konsularische Vertretungen und Kulturinstitute aus fast 40 verschiedenen Staaten ihre Pforten und vermittelten den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in ihre Arbeit.

Bogenhausen: Das ist das sichtbare Fadenkreuz der konsularischen Beziehungen Bayerns. Doch nicht nur dort, an vielen Orten in Bayern pflegen wir gute Beziehungen zu unseren internationalen Partnern: Bei uns ist die Welt zuhause!

Wir danken Staatsministerin Dr. Beate Merk und der Bayerischen Staatskanzlei für diesen Beitrag zu den „Bogenhausen News“ – die Stadtteil Zeitung von Duken & v. Wangenheim